Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Isolierte laryngeale Sarkoidose – eine Fallvorstellung
Beitragscode P22
Autor:innen
  1. Aaron Karal Klinik für Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, Universitätsspital Basel Präsentierende:r
  2. Frank Metternich Kantonsspital Aarau AG
  3. André Arnoux Kantonsspital Aarau AG
  4. Nader Ahmad Klinik für Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, Kantonsspital Aarau
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • SGORL FV 2019
Abstract-Text Ziele:
Fallvorstellung einer seltenen Entität im HNO-Bereich mit Diskussion der einzelnen Therapieoptionen unter Einbezug der aktuellen Literatur.

Material und Methoden:
Eine 29-jährige Patientin wird wegen seit mehreren Wochen bestehenden Odynophagie und Heiserkeit sowie Engegefühl im Halsbereich zugewiesen. In der fiberendoskopischen Untersuchung zeigte sich eine ausgeprägte Omega-förmige Schwellung der Epiglottis sowie der aryepiglottischen Falten. Die histopathologische Aufarbeitung der entnommenen Biopsie ergab eine mit einer Sarkoidose vereinbare Gewebsveränderung. Die anschliessende Abklärung erbrachte keinen systemischen Befall.

Resultate:
Die notfallmässige dreitägige intravenöse Steroidtherapie zeigte eine leichte Verbesserung der Klinik und weniger des Lokalbefundes. In der 3-Monats-Verlaufskontrolle zeigte sich eine weitere Regredienz der Gesamtsymptomatik und des Lokalbefundes, sodass auf weitere konservative oder chirurgische Behandlungen verzichtet werden konnte.

Schlussfolgerungen:
Die isolierte laryngeale Sarkoidose ist sehr selten und wird in der Literatur mit einer Häufigkeit von bis zu 0.5% angegeben. Die genaue Ätiologie bleibt unklar, wobei diverse Hypothesen vermutet werden. Die histologische Sicherung führt zur Diagnose. Die verschiedenen Therapieoptionen werden kontrovers diskutiert und reichen von Steroidgabe bis zur chirurgischen Laserresektion gegebenenfalls in Kombination mit Steroidapplikation intraläsional.
Eine zielführende Diagnostik ist wichtig, aufgrund der therapeutischen Konsequenz sowie der weiterführenden Abklärung eines Multiorganbefalles.