Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Stellenwert des Computertomogramms in der präoperativen Diagnostik bei Otosklerose
Beitragscode O17
Autor:innen
  1. Nadja Angela Stenz Luzerner Kantonsspital (LUKS) Präsentierende:r
  2. Thomas Linder Luzerner Kantonsspital (LUKS)
  3. Syed Salman Hashmi Fatima Hospital & Baqai Medical University
Präsentationsform Vortrag
Themengebiete
  • SGORL FV 2019
Abstract-Text Ziele: Bei klinischem Verdacht auf Otosklerose kann ein konventionelles oder Conebeam/DVT- CT die Diagnose sichern. Besteht jedoch auch eine Korrelation zwischen der Grösse und Lokalisation des Umbauherdes und der Hörminderung im Reintonaudiogramm?
Material und Methoden: Aus bereits publizierten Einteilungskriterien zur Beurteilung von Otosklerose-Herden wurde eine verfeinerte Klassifikation erarbeitet. Die präoperativen CT-Datensätze mit Nachweis einer Otosklerose im Zeitraum zwischen 2015 – 2019 wurden von 2 unabhängigen HNO-Ärzten evaluiert und klassiert. Die präoperativen Audiogramme wurden mit Hilfe der ENT-Statistics-Datenbank ausgewertet und mit den Befunden der Computertomogramme sowohl bezüglich der Schalleitung als auch der Innenohrleistung verglichen.
Resultate: Die Studie umfasst 170 Patienten (182 Ohren) mit radiologisch und intraoperativ bestätigter Otosklerose. Die Fortschritte der CT-Technik (z.B. dünnere Schnittdicken bis 0.15mm, Conebeam-CT) waren über den Studienzeitraum deutlich erkennbar. Auch mit feinster Auflösung blieb die Beurteilung der Fussplattendicke stark erschwert. Eine eindeutige Korrelation zwischen der Ausdehnung des antefenestralen Herdes und des ABG’s und ein direkter Einfluss auf die Innenohrleistung bei cochleärer Beteiligung konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen: Die präoperative CT-Diagnostik bei vermuteter Otosklerose ist nicht obligat. Conebeam-CT mit geringer Strahlenbelastung und hoher Auflösung sind gegenüber konventionellen CT vorzuziehen. Die Korrelation zur gemessenen Hörminderung bleibt rätselhaft.