Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Sprachverstehen und Richtungshören bei uni- und bilateraler Versorgung mit ADHEAR
Beitragscode O26
Autor:innen
  1. Wilhelm Wimmer ARTORG Center for Biomedical Engineering, University of Bern Präsentierende:r
  2. Tom Gawliczek Inselspital, Universitätsspital Bern
  3. Lukas Anschuetz Inselspital, Universitätsspital Bern
  4. Marco Caversaccio Inselspital, Universitätsspital Bern
  5. Martin Kompis Inselspital, Universitätsspital Bern
Präsentationsform Vortrag
Themengebiete
  • SGORL FV 2019
Abstract-Text Ziele
Ziel dieser Studie war, den audiologischen Nutzen eines neuen non-invasiven Knochenleitungshörsystems (ADHEAR, Med-El) bei Normalhörenden mit einer simulierten bilateralen Schalleitungsschwerhörigkeit zu evaluieren.

Methoden
15 Normalhörende (KL und LL ≤ 15 dB HL) wurden in die Studie eingeschlossen. Beide Ohren wurden verschlossen um eine Schalleitungsschwerhörigkeit zu simulieren (durchschn. PTA von 49 dB HL im Freifeld). Das Sprachverstehen im Störlärm wurde mittels OLSA gemessen. Der Störlärm wurde von 0, 90, 180, und 270° abgespielt und die Sprache wurde von vorne, der Seite des ersten ADHEAR und von der Seite kontralateral zum ersten ADHEAR abgespielt. Das Richtungshören wurde mit 12 im horizontalen Kreis angeordneten Lautsprechern gemessen.

Resultate
Die Versorgung mit ADHEAR führte zu einer Verbesserung der Hörschwellen um 25 dB im unilateralen und 27 dB im bilateralen Fall. In der Situation mit Sprache von vorne wurde die Sprachverständlichkeitsschwelle (SVS) um 3.6 dB im unilateralen und um 4.5 dB im bilateralen Fall verbessert. Wenn Sprache von der ipsilateralen Seite abgespielt wurde, konnte die SVS um 4.0 dB (unilateral) bzw. 3.8 dB (bilateral) verbessert werden. Wurde die Sprache von der kontralateralen Seite abgespielt, verschlechterte sich bei der unilateralen Versorgung die SVS um 0.6 dB. Eine bilaterale Versorgung führte zu einer Verbesserung um 3.7 dB. Der durchschn. absolute Lokalisationsfehler verbesserte sich von 81° in der unilateralen Situation auf 47° bei bilateraler Versorgung.

Schlussfolgerungen
Das neue System liefert einen audiologischen Nutzen der mit dem Nutzen herkömmlicher Alternativen vergleichbar ist.